Ein echter Hingucker mit großem ökologischem Tiefgang bereichert ab sofort unseren Schulgarten: Die Schülerinnen und Schüler des Biologie-Wahlpflichtfachs haben in einem intensiven, insgesamt acht Unterrichtseinheiten umfassenden Projekt eine beeindruckende Kräuterspirale errichtet! Das grüne Klassenzimmer wurde von der ersten Berechnung bis zum letzten Spatenstich komplett in Eigenregie geplant und umgesetzt.
Vom theoretischen „Realitätscheck“ zur fertigen Spirale In den ersten Einheiten schlüpften die Jugendlichen in die Rollen von echten ProjektmanagerInnen. Während das Team „Bau“ die mathematisch exakte Anzahl an benötigten Pallisadenhölzer ausrechnete und die gesponserten Heustangen in schrumpfenden Segmenten vorbereitete, jonglierte das Team „Budget“ mit Zahlen, um das Projekt so kostengünstig wie möglich zu realisieren. Ein großer Dank gilt hierbei auch allen Mitschülerinnen und Mitschülern, die durch mitgebrachte Pflanzenspenden das Budget geschont haben.
Angewandte Biologie zum Anfassen Dass eine Kräuterschnecke kein gewöhnliches Beet ist, bewies das Team „Bio“ im Laufe des Projekts: Auf einem Durchmesser von 1,80 Metern wurden vier verschiedene Klimazonen simuliert: von der nassen Sumpfzone am Fuß der Schnecke bis hin zur mageren, sandigen Trockenzone an der Spitze. Bei der Auswahl der Kräuter wurde streng auf Allelopathie (wie sich Pflanzen gegenseitig im Wachstum beeinflussen) sowie auf Mehrjährigkeit geachtet, damit die Spirale auch kommenden Biologie-Generationen als lebendige Lernstation dient. Zusätzlich gestalteten sie auch Informationsschilder zu jedem gepflanzten Kraut, welche in den nächsten Wochen das Kräuterbeet noch ergänzen werden.
Teamarbeit in der Praxis
Die größte logistische Herausforderung war das Aufstellen der Wand: Um zu verhindern, dass die Konstruktion instabil wird oder Schrauben ausreißen, montierten die Schülerinnen und Schüler die Hölzer in einzelnen, handlichen Segmenten am Boden vor. Erst danach wurden die Abschnitte nacheinander im Kreis aufgerichtet und miteinander verbunden.
Als das Grundgerüst aus den 74 individuell zugeschnittenen Palisadenhölzern sicher stand, hieß es für die gesamte Klasse: schippen schippen schippen! Rund 10 Säcke Erde und mehrere Eimer Sand wurden in Gemeinschaftsarbeit bewegt, um das neue Zuhause für Rosmarin, Thymian, Minze und Co. bezugsfertig zu machen.
Ein großes Kompliment an die gesamte Truppe für diesen großartigen, nachhaltigen Einsatz und die harte Arbeit über die vergangenen acht Einheiten! Die Kräuterspirale freut sich im Garten ab sofort auf euren Besuch.